Relatives Menschsein

Sehnsucht

Sehnsucht lässt mich darben - welch' Schmach!
Schwebender Pein.
Ich möchte wiederholen die Zeit,
Die mir täglich erscheint - doch es ist vorbei!
Es brennen die Kerzen: nun seht!, nun seht!
Erinnerungen, Gedanken malen Bilder: nun seht!, nun seht!
Das Spiel, die Lust, der Reiz: o weh!, o weh!
Die stille Kerze leuchtet - grenzenloser Schein!
Ich gedenker der Nacht!

Dein lieblicher Mund, die Unschuld.
Berührungsangst oder Drang?
Ich hielt dich begierig in meinen Armen.
Unaufhaltsames Begehren.
Hände glitten über den Körper:
Sie wollen reizen, Reaktionen produzieren.
Ich winde mich in Gefühlen weit weg vom Diesseits.

Mein Körper ist Geisel seiner selbst.
Mein Wille versagt, mein Fleisch verfällt dem Zauber.

...Du warst meine Lust!
Ich verachte dich, sowie die Umarmung sich löste.
Nur dein Körper ...
Unheimliche Schönheit war einst mit mir,
Himmlischer Reiz.
Die Wonne wird mit Schmerz bezahlt.

Mein Geist auf weiter Reise zurückkehrt zur Realität.
Das Wissen der Vergänglichkeit vergiftet mich.